Anleitung zum rechtlich und politisch korrekten zivilen Ungehorsam

Wenn Sie etwas für Ihr Wohl und das Wohl der Allgemeinheit unternehmen wollen, lesen Sie diesen etwas längeren Text in Ruhe. Denn Ruhe ist die erste Bürgerpflicht. Weiter unten ist beschrieben, wie Sie sich legal und friedlich das zurückholen können, was Ihnen weggenommen oder vorenthalten wurde.

„In Zeiten wie diesen“ ist ein Claim der Hessen-CDU. In Zeiten wie diesen: „Ruhe ist die erste Bürgerpflicht.” Auch dies war eine Art Claim, ein Motto, mit dem der Gouverneur von Berlin im Jahre 1805 seine Kundgebung zweier Niederlagen schloß.

„Ruhe ist die erste Bürgerpflicht” und „Niederlagen”. Das sind „in Zeiten wie diesen“ (CDU) die Themen unserer Tage.

Die Ruhe ist für mehr als 120.000 Menschen im Rhein-Main-Gebiet wegen der Nordwest-Landebahn seit dem 21.10.2011 faktisch nicht mehr vorhanden: gestört von einer Industrie, die von unseren Steuergeldern mit jährlich 12 Milliarden Euro subventioniert wird (wie viele Bahntrassen, Kindergärten und vergünstigte Fahrkarten man damit finanzieren könnte). Die Luftfahrtindustrie erlebt gerade eine breite Niederlage – nicht nur durch den blamablen Weltklasse-Patzer in Berlin. Sobald die europaweit 30 Milliarden Subventionen für die Luftfahrtindustrie weggefallen sein werden, wird es keinen „Volkssport Fliegen” mehr geben, etwa Frankfurt-Hamburg für 39 EUR, unter allen realen Kosten. Und das ist gut so, weil der aufrecht und aufrichtig gehende Mensch auch andere Fortbewegungsarten kennt und nutzen kann, vor allem im eigenen Land.

Der Bau des 3. Terminals hängt offenbar am seidenen Faden von machbaren oder nicht machbaren 3 % Wachstum bei der FRAPORT. Wenn man die Abschreibung für die zu schließende NW-Bahn gegenrechnet, ist jedes Wachstum weg.

Die Ruhe wiederherzustellen ist jetzt die erste Bürgerpflicht, jetzt: „in Zeiten wie diesen“ (CDU).

In Zeiten wie diesen (CDU), in denen sich führende Politiker als Anwälte und Pressesprecher kleiner, straff organisierter, jedoch durchschaubarer Lobbyistengruppierungen gerieren, können die Bürger in Ruhe ihre Rechte retten. Bundeskanzlerin Merkel am 21.10.2011: „Sie ist ein Gewinn, diese Landebahn, für den Flughafen, sie ist ein Gewinn für die Region, und sie ist ein Gewinn für das ganze Land, die Bundesrepublik Deutschland.” An diesem Werbeblock für die FRAPORT scheint auf den ersten Blick nur ein Aspekt wahr: „Sie ist ein Gewinn, diese Landebahn, für den Flughafen.” Nach der Schließung wird die Landebahn dann für die FRAPORT ein Desaster, ein hausgemachtes. Aber die Bundeskanzlerin erklärt die Nordwest-Landebahn gleich zu einem Gewinn für die ganze Republik. Es zahlt sich stets aus, wenn man PR-Manuskripte liest, bevor sie einem vor laufenden Kameras hingelegt werden.

„Ruhe als Bürgerpflicht” ist „in Zeiten wie diesen“ (CDU) auch bei einer kleinen Geschichtsbetrachtung hilfreich. Zwei deutsche Diktaturen haben den Deutschen den Mut und die Bereitschaft zum zivilen Ungehorsam weitgehend abgewöhnt. Was man verlernt hat, kann man aber jederzeit wiedererlernen.

Der zivile Ungehorsam ist bei Wikipedia als eine Form des Widerstandes beschrieben, mit dem aus Gewissensgründen gegen rechtliche Normen verstoßen wird, um eine Unrechtssituation zu beseitigen und das moralische Recht auf Partizipation durchzusetzen.

„In Zeiten wie diesen“ (CDU) kann man sich zu viel freiheitliche Nähe zu einer Norm freilich nicht erlauben. Denn schon sieht man einen treuen Oberstaatsdiener aus Gießen oder einen verhinderten CDU-OB an der Kriminalpolizeikurzwahltaste oder am Wasserwerfer oder an der Tränengaskanone nesteln.

Heute braucht es den rechtlich und politisch korrekten zivilen Ungehorsam. Mit langer Vorankündigung und amtlicher Genehmigung erhält man in Ruhe (CDU) und friedlich ein Feld zugewiesen, auf dem man sich und die Öffentlichkeit versammeln darf. Genaugenommen treffen sich zwei Grundrechte: das Recht auf Versammlungsfreiheit und die Pressefreiheit, die sich erfrischend bemerkbar macht, „in Zeiten wie diesen” (CDU).

Nach der ersten Beschallung bei Roland Koch (CDU) werden weitere Beschallungen folgen. Die nächsten Termine finden Sie am Ende dieses Artikels. Doch Schall ist für viele nicht mehr als Rauch. Deshalb wird der behördlich angemeldete, rechtlich und politisch korrekte zivile Ungehorsam ausgeweitet. Alles, was Sie hier lesen, ist legal und ur-demokratisch, denn es findet in Abstimmung mit den Behörden und den politisch Verantwortlichen statt – wie die erste Beschallung bei Roland Koch (CDU) – und wird ohne staatliche Subventionen von Bürgern gemacht.

Die Einladung zum rechtlich und politisch korrekten zivilen Ungehorsam ergeht hiermit an jeden Freiheitsliebenden wie folgt: Schreiben Sie an das Ordnungsamt des Ortes, an dem ein für einen Mißstand Verantwortlicher lebt, und melden Sie eine Versammlung vor seinem Privathaus an. Beschreiben Sie höflich und ausführlich, was Sie planen, wie viele Leute mindestens kommen werden und wie viel Zeit Sie mitbringen. Sollte Ihre Versammlung verboten werden, können Sie diese Gedanken vorlegen. Sie gelangen hier zu einem PDF, aus dem Sie den Text herauskopieren und ergänzen können. An die Juristen in der CDU: Es handelt sich hier ausdrücklich nicht um eine Rechtsberatung, sondern um freie Gedanken über unser Grundrecht, die jede und jeder jederzeit mit jeder und jedem diskutieren darf.

Da die FRAPORT momentan noch an ihrer aussichtslosen Landgewinnungsoperation (vorgelagerte Industriegebiete über dichtbesiedelten Wohngebieten) festhält, wird die Frequenz der Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit erhöht. Hier einige Formatvorschläge für friedliche Versammlungen, mit denen die Õffentlichkeit für das vielen immer noch unbekannte Ausmaß des Desasters sensibilisiert werden kann:

1) „Kindersand für die Sandburgenbauer in der Politik und der Wirtschaft”: Zwei oder mehr Personen melden eine Versammlung vor einem Privathaus oder dem Landtag an. Kinder kommen mit ihren Eltern und bringen je einen Eimer Spielsand mit. Bitte vergewissern Sie sich vorher, ob Sie bereit sind, Ihre Kinder von der Presse fotografieren oder filmen zu lassen. Vor dem zur Versammlung genehmigten Haus ist eine starke Plastikplane ausgebreitet (beim Ordnungsamt als Hilfsmittel anmelden). Auf diese Plastikplane schütten die Kinder den Sand. Als Zeichen für die bisher geschädigte Gesundheit und die entgangene Freude am Spielen im Freien, weil sie permanent von Düsenflugzeugen unterbrochen werden. Nach der Versammlung wird der Sand auf einen PKW-Anhänger geschaufelt, und dank der Plastikplane wird der Versammlungsort rückstandsfrei verlassen.
Was für immer bleibt, ist die eine oder andere Notiz in der Presse: Artikel, Hörfunk- und Filmbeiträge mit O-Tönen kleiner und großer Geschädigter. Dieses Versammlungsformat ist bereits in Vorbereitung. Es soll an verschiedenen Orten an den Sonntagen nach Pfingsten stattfinden. Ihren Kindern, den Wählern von morgen, können Sie die Versammlung so erklären: „Kein Mensch ist perfekt, aber manche Erwachsene wollen nicht aus ihren Fehlern lernen. Da ist es in Ordnung, wenn man (wie bei „Des Kaisers neue Kleider”) hingeht und sagt, wo der Denkfehler ist und daß man den Fehler korrigieren muß.” Das versteht jedes Kind.

2) „Gartenberge: Berge von Rindenmulch für die Wild-West-Wirtschaftspolitik.” Zwei oder mehr Personen melden eine Versammlung vor einem Privathaus oder dem Landtag an. Lärmopfer aus der Umgebung reisen mit einer Schubkarre und einem Sack Rindenmulch im Auto an und parken korrekt. Auf eine mitgeführte, starke Plastikplane (beim Ordnungsamt als Hilfsmittel anmelden) wird der in die Schubkarre entleerte Rindenmulch gekippt und zu einem Berg aufgehäuft: als Zeichen für den moralischen Schuldenberg der Verantwortlichen und für die seit dem 21.10.2011 entgangene Möglichkeit zur Gartennutzung, weil man im Minutentakt von Düsenflugzeugen aus der Ruhe gerissen wird. Rest der Versammlung siehe oben unter 1).

3) „Weißer Rauch: als Zeichen für jene, die vernebeln und sich aus dem Feinstaub machen wollen.” Zwei oder mehr Personen melden eine Versammlung vor einem Privathaus oder dem Landtag an. Sie bringen etwas Trockeneis mit (beim Ordnungsamt als Hilfsmittel anmelden) und verursachen vor dem Grundstück oder dem Landtag mit jeweils sehr geringen Mengen ausgepackten Trockeneises eine wohldosierte, länger andauernde Minimalbenebelung des Versammlungsortes. Das Ordnungsamt und die Polizei werden zu Recht darauf hinweisen, daß darauf zu achten ist, die Sicht von Verkehrsteilnehmern nicht zu behindern. Ziel der Versammlung: Sensibilisierung für die unsichtbaren Schadstoffe, die in ganz Rhein-Main eingeatmet werden, auch dort, wo man keinen Fluglärm hört.

4) „Defekte Kinderspielzeuge als Symbole für die kaputten Machtspielzeuge, mit denen man versucht, Bürgern den Lebensraum zu nehmen.” Zwei oder mehr Personen melden eine Versammlung vor einem Privathaus oder dem Landtag an. Die Teilnehmer bringen defekte Gartenzwerge, Dreiräder, Aufsitztraktoren und ähnliches Spielgerät mit (beim Ordnungsamt als Hilfsmittel anmelden) und türmen dieses zu einem Turm auf. Dieser Turm ist der symbolische Aussichtsturm, an dem und von dem aus man den einsetzenden Politikwechsel ausgezeichnet erkennen kann. Am Ende der Versammlung nehmen die Teilnehmer alle Gerätschaften wieder mit nach Hause.

Fühlen Sie sich frei, friedliche, öffentlichkeitswirksame Versammlungen dieser und natürlich auch anderer Art anzumelden und durchzuführen. Eine Demokratie funktioniert nur, wenn die Menschen aufstehen, nach draußen gehen und etwas unternehmen.

Hier die Termine für die nächsten, bereits angemeldeten 18-Stunden-Fluglärm-Live-Beschallungen. Weitere Beschallungen werden beantragt. Es melden sich immer mehr Menschen, die ebenfalls beschallen wollen. Wer ein rotes Auto besitzt, kann sich hier melden.

26. Mai 2012 durchgehend von 5:00 Uhr bis 23:00 Uhr vor dem Privathaus von Herrn Volker Bouffier, Gießen

02. Juni 2012 durchgehend von 5:00 Uhr bis 23:00 Uhr vor dem Privathaus von Herrn Dr. Stefan Schulte, Bad Homburg

09. Juni 2012 durchgehend von 5:00 Uhr bis 23:00 Uhr vor dem Privathaus von Frau Dr. h.c. Petra Roth, Nieder-Erlenbach

Licht ist das legale Mittel, um die Verdunklung zu beenden.

FRAPORT-Lachnummer „Nachhaltigkeit”

Der für seine kreative Auslegung des geltenden Rechts berühmte Fraport-Konzern hat es im September 2011 wieder mal in den Dow Jones Sustainability World Index (DJSI World) und in die Nachhaltigkeitsindizes der Financial Times Stock Exchange (FTSE4Good) geschafft. Auch im Sustainability Yearbook 2011 steht die Fraport. Dafür rühmt sie sich auf ihrer Internetseite.

Die Jurys sind entweder blind oder schauen wohlwollend weit weg. Denn: „Eine Notierung in den genannten Nachhaltigkeitsindizes erhalten ausschließlich Unternehmen, die ihr Wirtschaften nachweislich an ökonomischen, ökologischen und sozialen Erfolgsfaktoren ausrichten.” Weiß die Fraport-Internetseite.

Als ich auf der Hauptversammlung beim Händewaschen war, hörte ich Stefan Schulte durch einen Lautsprecher sagen: „Die neue Landebahn dürfte sich nach ca. 20 Jahren amortisiert haben.” Wenn das mal nicht nachhaltig ist. Und es zeugt von Visionen, wenn auch nicht von unternehmerischen.

Manche Unternehmungen hätten den Hauptpreis in Political Corruptness verdient. Wenn es diesen gäbe. Wer weiß, vielleicht ist er ja schon bald da.

Karlheinz Weimar: brutalstuntadeliger FRAPORT-Aufsichtsratsvorsitzender

Karlheinz Weimar ist ein CDU-Urgestein. Hat immer wieder treu beim Roland Koch gearbeitet.

Wie es sich für eine waschechte Männerfreundschafts-Vereinigung wie die Hessen-CDU gehört, umranken diese viele Sagen. Manche sind so sagenhaft, daß man sie glatt als bösartige Lügen abzutun versucht wäre – würden sie nicht im Zusammenhang mit der CDU stehen und wüßte man nicht, daß man in dieser Vereinigung höchst eigenwillige Interpretationen des geltenden Rechts pflegt. Sind ja auch viele Rechtsanwälte dabei, bei der CDU. Die meinen zu wissen, wie weit man gehen darf. Zum Beispiel Roland Koch.

Wie weit man gehen darf, entscheiden andere.

Presseinformation zum 12. Mai 2012 und den folgenden Beschallungen

Presseinformation zur Beschallung des Hauses von Roland Koch
in Eschborn am 12. Mai 2012

Die Beschallung von Roland Kochs Haus mit Fluglärm war der Auftakt für eine Konfrontation aller Verantwortlichen mit den Folgen ihres rechtswidrigen Verhaltens. Roland Koch hat die sowohl ethisch als auch rechtlich, medizinisch und wirtschaftlich indiskutable Nordwest-Landebahn politisch durchgesetzt, gesetzlich geschützten Bannwald roden lassen und den Lebensraum von über 120.000 Menschen vorübergehend vollständig aus dem Gleichgewicht gebracht. Sobald Frau Roth sowie die Herren Bouffier und Schulte beschallt worden sein werden, beginnt das Beschallen wieder bei Roland Koch. Bis die Nordwest-Landebahn geschlossen ist.

Die kommenden Beschallungen werden deutlich länger ausfallen als 20 Minuten: im selben Ausmaß, dem die Menschen in den Überflugzonen seit dem 21.10.2011 ausgesetzt sind. Am Montag wird der Antrag gestellt, am 26. Mai 2012 in Gießen vor Volker Bouffiers Privathaus von 5:00 Uhr bis 23:00 Uhr durchgehend 18 Stunden live zu beschallen. Hierzu wird auch ein mobiles Toilettenhäuschen („DIXI”) vor Volker Bouffiers Haus aufgestellt werden. Wegen des langen Zeitraums werden mehrere Beschallungspersonalschichten zum Einsatz kommen. Volker Bouffier war bereits empfohlen worden, seine Nachbarn frühzeitig zu informieren.

Zahlreiche Menschen haben seit der Inbetriebnahme der Nordwest-Landebahn am 21.10.2011 ihre Häuser mit hohem Verlust verkauft und sind weggezogen. Die Bewohner der im täglich Minutentakt überflogenen Region erkranken von Tag zu Tag schwerer. Es ist kaum noch Nachtschlaf möglich, und tagsüber werden die Menschen im Minutentakt über 18 Stunden lang mit extremem Lärm geschädigt.

Die hessische Landesregierung versucht außerdem mit allen Mitteln, die unsichtbaren, aber in gesamt Rhein-Main auftretenden Belastungen durch Flugzeugschadstoffe kleinzureden bzw. ganz in Abrede zu stellen. Ihren Sorgfaltspflichten hinsichtlich einer engmaschigen und flächendeckenden Messung und Analyse der Schadstoffe kommt die Regierung trotz Aufforderung nicht nach.

Roland Kochs Betonierfirma Bilfinger Berger, zu der er unmittelbar nach der politischen Durchsetzung der Landebahn in den Vorstand wechselte und den Multimillionen-Auftrag der Landebahn mitbrachte, hat großes Interesse daran, auch noch ein 3. Terminal zu betonieren, für das Roland Koch ebenfalls der politische Drahtzieher ist.

Alle diese Vorhaben sind rechtswidrig. Die damalige Landesregierung hatte die Garantie gegeben, daß nach dem Bau der Startbahn West kein Baum mehr für den Flughafen fallen werde. Die Bäume sind dennoch gefallen. Deshalb muß in Kürze dort wiederaufgeforstet werden, wo vor dem rechtswidrigen, von der CDU betriebenen Bau der Nordwest-Landebahn ein unantastbarer Bannwald stand.

Die Rhein-Main-Region war schon lange vor dem Bau der Nordwest-Landbahn weit jenseits aller Kapazitäten hinsichtlich der Belastbarkeit durch Flugverkehr angelangt. Die Region braucht nicht eine Erhöhung, sondern eine sofortige, deutliche Reduktion der Flugbewegungen.

Pressekontakt:

Johannes Faupel
Freier Fachjournalist, systemischer Therapeut und Berater (IGST)
Hasselhorstweg 6
D-60599 Frankfurt am Main
Tel.    + 49(0)69-4800 8888
Mobil  + 49(0)173-6788714

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In Memoriam Loriot – die heutige FRAPORT-Hauptversammlung

Loriot war einer der größten Menschenfreunde, Psychologen, Scharfzeichner, aber auch Verzeiher und Versöhner unserer Zeit. Keiner verstand es wie Loriot, das Abgrundtiefe am Menschen menschlich erscheinen zu lassen, dem Zynischen Charme zu schenken, die Randnotiz zur Hauptsache zu machen und über das schrecklich Dumme das Gewand des schrecklich Komischen zu werfen.

Heute, auf der Hauptversammlung der FRAPORT in der Jahrhundertereignishalle, da hätte man meinen wollen, Loriot wäre für eine Weile unsichtbar zugegen gewesen und hätte alles heimlich inszeniert. Immer wieder wollte man sich die Augen reiben: Realität oder Satire?

Wie von Loriot gezeichnete, starr dasitzende Bosse und Politiker – die sich dringend von da oben wegwünschten. Ohrfeigen am laufenden Band für den Vorstand, daß man sich selbst wegducken wollte, auch wenn es einen nichts anging. Eine schrille Gesamtsituation, in der man nur vom stereotypen Ablesen phantasiegenährter Gegenbeweisversuchszahlen für manchen Moment aus der Fiktion zurück auf den harten Stuhl der Jahrhundertereignishalle geholt wurde.

Irgendwo dazwischen war ich. Hin- und hergerissen zwischen Weinen und Lachen, zwischen Staunen und Schnell-raus-hier.

Der Vorstandsvorsitzende hat mir nicht gestattet, auf die Bitte eines Redners direkt eine Frage zu beantworten. Es sollte um den Fluglärm gehen. Ich stand schon am Rednerpult, wurde aber ständig von ihm und Karlheinz Weimar unterbrochen. Der Vorstandsvorsitzende hat weitergeredet, als wäre die Realität ein Versehen.

Das kann man unhöflich oder mutlos finden. In Erinnerung an Loriot habe ich für solche Grotesken vor allem Heiterkeit und Milde übrig. Jeder macht mit der Realität dann seine Erfahrungen, wenn der Moment gekommen ist. Loriot hat dafür wundervolle Beispiele geschaffen.

Am 1. Oktober 2012 wird der Nordwest-Landebahn endgültig die Betriebserlaubnis entzogen.
Endgültiger Baustopp am Flughafen mangels Gesundheitskapazitäten.

http://www.landewahn.de

Zur FRAPORT-Hauptversammlung am 11. Mai 2012

Offener Brief an den Vorstand und den Aufsichtsrat der FRAPORT AG – in Kopie an die Wirtschaftspresse

Sehr geehrte Damen und Herren,

für morgen haben Sie in die Jahrhunderthalle eingeladen, um Ihre Anteilseigner auf ein Jahrhundertereignis einzustimmen.

Das Jahrhundertereignis wird jedoch anders aussehen, als Sie sich dies erhoffen. Erstens wird der Betrieb der Nordwest-Landebahn spätestens zum 1. Oktober 2012 eingestellt, da er weder mit ethischen noch rechtlichen Grundsätzen vereinbar ist. Zweitens wird der Bau des 3. Terminals gestoppt werden. Sie wissen, daß es sich beim Ausbau des Frankfurter Flughafens um ein rechtswidriges Verfahren handelt, denn mit dem Planfeststellungsbeschluß zur Startbahn West wurde jeder weitere Ausbau vertraglich ausgeschlossen. Diese Zusage wird von der Bevölkerung eingefordert. Es gibt weder politische noch sonstige Mittel, noch länger beim Wortbruch gegenüber den Bürgern zu bleiben.

Die Zeiten, in denen Verabredungen zwischen Politikern und Wirtschaftsunternehmen zum Schaden der Bevölkerung getroffen und im Roland-Koch-Stil durchgesetzt werden konnten, sind vorbei. Die momentan geplante Flughafenerweiterung ist ein unternehmerisches Himmelfahrtskommando.

Herr Dr. Schulte bezahlt eine PR-Firma, die stets im Kommunikations-Katastrophenfall gerufen wird, u.a. von Regimes, die die Bevölkerung und insbesondere Regimegegner unterdrücken. Die Wahl dieser Firma ist bezeichnend für die ausweglose Situation, in die sich die FRAPORT AG zusammen mit der Politik gebracht hat. Der Widerstand der Bevölkerung ist aus dem Ruder gelaufen, und er läßt sich nicht mehr einfangen.

Es dürfte daher kaum möglich sein, Herrn Dr. Schulte und andere Vorstandsmitglieder am 11. Mai 2012 als Vorstand zu entlasten. Es erscheint vielmehr angezeigt, bei der Hauptversammlung über die Folgen der Schließung der Nordwest-Landebahn zu diskutieren und zu beraten, mit welchen Abstrichen sich die FRAPORT AG künftig auf ein Flugaufkommen beschränken wird, das nach Absprache mit unabhängigen Vertretern der Bevölkerung und auf die Empfehlung von Medizinern vertretbar ist.

Mit freundlichen Grüßen

Johannes Faupel


Frankfurt am Main


info@schnelletexte.de

Zur Hauptversammlung Bilfinger Berger am 10. Mai 2012

Offener Brief an die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat der Bilfinger Berger AG

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie haben zur morgigen Hauptversammlung eingeladen. Zu dieser werde ich keinen Zutritt haben, jedoch erscheint es unvermeidlich, Ihnen für Ihre Aktionäre folgenden Hinweis mit in den morgigen Tag zu geben:

Es ist keineswegs garantiert, daß die von Bilfinger Berger betonierte Nordwest-Landebahn in Betrieb bleiben wird. Alle Zeichen sprechen vielmehr dafür, daß der Betrieb dieser Landebahn aus rechtlichen Gründen am 1. Oktober 2012 endgültig eingestellt werden muß. Es ist u.a. eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht in Vorbereitung.

Der gesamte Ausbau des Frankfurter Flughafens steht auf tönernen Füßen. Er basiert u.a. auf dem offenkundigen Betrug der damals verantwortlichen Landesregierung an den Bürgern. Den Bürgern war beim Bau der Startbahn West vertraglich zugesichert worden, daß es keinen weiteren Ausbau geben werde. Außerdem sind die Erkenntnisse zahlreicher Mediziner inzwischen so weit gediehen, daß an eine Fortsetzung des massiven Überflugs bewohnter Gebiete nicht mehr zu denken ist. In Frankfurt nicht und auch nicht in Berlin und anderswo.

Ich rege daher an, daß Sie Ihren Aktionären morgen reinen Wein einschenken und sie von der Idee abbringen, man könnte mit Baggern Fakten schaffen, die später nicht mehr aus der Welt zu bringen wären. Momentan laufen zwar Planierungsarbeiten für den Bau des 3. Terminals. Parallel laufen jedoch auf der anderen Seite die Planungen für den Erhalt der Rhein-Main-Region, die einen Ausbau des Flughafens ausschließen und die Schließung der Nordwest-Landebahn zur Folge haben werden.

Es ist daher im Sinne des redlichen Umgangs mit den Anteilseignern angemessen, daß Sie Ihren Aktionären gegenüber morgen transparent darstellen, wie Sie mit einem Baustopp am Flughafen umgehen werden, welche Rückstellungen Sie für den anzunehmenden Fall bilden, daß der Großauftrag „Terminal 3″ am Frankfurter Flughafen wegfallen wird, weil der Ausbau des Flughafens mit dem Erhalt der Gesundheit der Menschen in der Region nicht vereinbar ist.

Der Vorstand von Bilfinger und Berger hofft auf seine morgige Entlastung durch die Aktionäre. Die baldige Entlastung der Flughafengeschädigten erscheint weit realistischer.

Mit freundlichen Grüßen

Johannes Faupel
Frankfurt am Main
info@schnelletexte.de

Wer in Wahrheit „Wutbürger” ist

Wutbürger sind Leute, die blind vor Wut über die Wahrheit Werte zerstören (lassen). Über solche Zeitgenossen berichtet heute die FNP. Man munkelt übrigens, die Vandalen seien von der Jungen Union der CDU: jener Partei, die ab 2013 flächendeckend abgewählt werden wird.

Großbrände und andere Katastrophen

Man sollte davon ausgehen, daß er so ordnungsgemäß geplant wurde wie angeblich die Nordwest-Landebahn in Frankfurt. Der Berliner Flughafen eröffnet jedoch nicht wie geplant.

Es wirkt seltsam, daß erst jetzt der TÜV sein Veto einlegt, da doch eigentlich schon der Champagner kaltgestellt sein dürfte. Vorläufig doch keine Eröffnung. Weil es brennen könnte. Gebaut wurde hier nicht ein Vorstadtkino mit Imbiß, sondern der zweite Weltflughafen nach „FRA”. Vielleicht liegen die Dinge ja ganz anders. Vielleicht befürchtet man einen politischen Großbrand, wenn der Berliner Flughafen wie schon die unmögliche Erweiterung des Frankfurter Flughafens zum politischen und wirtschaftlichen GAU wird. Wenn dort die Menschen ebenfalls aufwachen, weil sie sich das Ausmaß des Desasters vorher nicht hatten vorstellen können.

Sobald diese Flughafenexperimente gescheitert sind, bricht ein Flächenbrand aus, der die Staatsräson in Rauch aufgehen lassen dürfte. Für manche ist diese Vorstellung eine Katastrophe. Für die meisten im Land wird der ersehnte Politikwechsel ein reinigendes Feuer sein.

Nach Poschs „PlanKLARstellung” jetzt Kochs „Verursacherschutzprinzip”

Was für ein Bild: Da wird eine ganze Region seit dem 21.10.2011 von früh bis spät mit Fluglärm und -abgasen gequält, doch plant man, dem Nordwest-Landebahndurchsetzer und Nordwest-Landebahnbetonierer ein einziges Mal die Konsequenzen seines Verhaltens vorzuführen, so kommen „von sich aus” das Umweltamt und Eschborns Erster Stadtrat auf die Idee, diese Bewußtseinserweiterung tagelang zu prüfen. Auch wird erneut die Polizei in ihrer Arbeit behindert. Sie wird von ihren eigentlichen Aufgaben abgehalten, z.B. in Sachen illegale Vorteilsnahme zu ermitteln. Hierzu in Kürze mehr.

Der CDU-Experte Posch erfindet eine PlanKLARstellung, um für die FRAPORT zu retten, was zu retten zu sein scheint. Daraus wird nichts werden.

Ich würde gerne beantragen, ab sofort grundsätzlich das Umweltamt, die Polizei in Frankfurt und den gesamten Römer zu befragen, ob der massive Dauerüberflug von Wohngebieten überhaupt rechtens sein kann: und zwar täglich um 4:30 Uhr, bevor die ersten Flugzeuge im Minutentakt bis spät in die Nacht eine große Region aus dem Schlaf und aus der inneren Ruhe am Tag bringen. Hat jemand gute Beziehungen? Kann jemand verraten, wo man einen solchen Antrag überhaupt stellen könnte?

Sollten sich die Eschborner Beratungen länger hinziehen, könnte man alternativ in Mannheim beim Flughafenbetonierer eine Bewußtseinserweiterung für den Chef anmelden. Dort hätte man möglicherweise genausoviel Verständnis wie die Nachbarn in Eschborn.

Zitat aus der Frankfurter Neuen Presse:

Stadt berät noch über Koch-Beschallung

Dürfen zwei Frankfurter Fluglärm-Gegner am kommenden Samstag vorm Haus des ehemaligen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) auftauchen, um das Gebäude mit Lärm zu beschallen? Eine Antwort auf diese Frage gibt es noch nicht. Der Erste Stadtrat Mathias Geiger (FDP) und seine Mitarbeiterin Sarah Enke bestätigten gestern, dass ein Antrag vorliegt, bei Koch eine “Versammlung” beziehungsweise Demo abzuhalten. “Die Würfel sind aber noch nicht gefallen”, sagte Geiger auf Kreisblatt-Anfrage. Der Erste Stadtrat und Sarah Enke informierten, dass die Verwaltung noch in Gesprächen stecke mit der Polizei und dem Umweltamt des Kreises. Mit einer Entscheidung sei im Verlaufe der Woche zu rechnen. Wie berichtet, haben Johannes Faupel und Bernd Mey aus Sachsenhausen vor, Kochs Haus sowie die privaten Domizile von Frankfurts Oberbürgermeistern Petra Roth (Frankfurt-Nieder-Erlenbach) und Fraport-Chef Stefan Schulte (Bad Homburg) zu beschallen. Die Aktion beim früheren Ministerpräsidenten ist für Samstagvormittag geplant. Mit Hilfe moderner Technik wollen die beiden Initiatoren den Fluglärm vom Sachsenhäuser Berg live übertragen. Ein Probelauf verlief aus ihrer Sicht erfolgreich: Bis zu 85 Dezibel wurden unmittelbar neben den Boxen ihres Übertragungsgeräts gemessen.

Öffentlichkeitstäuschungsversuche, die nach hinten losgehen

Hier sieht man, wie Öffentlichkeitsarbeit NICHT funktioniert. Man kann verdorbene Politikerpläne und gescheiterte Ausbauexperimente, die zum Schaden der Menschen durchgezogen werden sollten, auf den Straßen nicht in Gold verwandeln. Mit keiner Propaganda der Welt. Die FRAPORT und ihre Leute im Hessischen Landtag sind gescheitert. Lügen stinken schlimmer noch zum Himmel als vom Himmel herab das Kerosin: FAZ-net

Wer jetzt bei Google nach “hessenwahl 2013″ sucht, landet schon jetzt … wo?

Zur Kenntnisnahme: Wissen und Denken erhöhen die Mitsprachefähigkeit

Man mag ihnen zu ihren Gunsten totale Unkenntnis unterstellen, den Verantwortlichen, die das FRAPORT-Desaster ermöglicht haben. Hat man jedoch von einem Umstand Kenntnis erlangt, so kann man ihn nicht mehr ignorieren, ohne sich zu Ignoranz, Feigheit und zur Billigung von Körperverletzung bekennen zu müssen.

Angela Merkel, Volker Bouffier, Dieter Posch und andere wissen, daß in den Überfluggebieten momentan kein gesundes Leben möglich ist. Roland Koch möchte gerne weiterbetonieren und von seiner Firma auch noch das 3. Terminal bauen lassen. Alle begreifen zwar, daß sie längst gescheitert sind, aber sie stellen sich blind und taub und ziehen sich hinter ihre Referenten und hinter Richter zurück, die es ausbaden sollen. Richten kann man an dem Desaster nichts mehr. Auch die Polizei kann da nicht helfen – erst später, bei den Aufräumarbeiten, wenn es um Vorteilsnahme usw. gehen wird. Also werden ihnen die vielen Bürgerinnen und Bürger, die sich das verantwortungslose Verhalten der CDU nicht länger vorsetzen lassen, bei den Wahlen die Kündigungen ausstellen und sich selbst um die Wiederherstellung ihrer Lebensräume kümmern. Gemeinsam mit Menschen, die etwas von Menschen verstehen.

Erneut haben Mediziner eindringlich vor den Folgen des Fluglärms gewarnt. Und erneut hört man dieselbe Leier, die man schon seit Jahren hört: Investitionsschutz geht vor Gesundheitsschutz, und die Politik ist immer nur bis zur Durchsetzung von Vorhaben da. Wenn der Schaden sichtbar wird, zieht sich die Politik hinter Gesetze und Gerichte zurück. Der Totstellreflex ist an die Stelle des Dialogs getreten. Was ist das für eine Gesinnung! Was sollen junge Menschen für ihr Leben in dieser Scheindemokratie daraus ableiten!

Vom CDU-Bundesvorstand wurde dieser Tage ein Schreiben in Kopie an mehrere Empfänger verschickt. Dieses Schreiben ist ein Zeitdokument, aus dem der desolate Zustand der amtierenden politischen Gruppierungen hervorgeht. Ich zitiere es hier, ohne den Verfasser zu nennen. Meine Antworten stehen zwischen den Zeilen.

„(…) So wie das Bundeskanzleramt Ihnen bereits geantwortet hat, das die Bundeskanzlerin in der Regel nicht auf offene Briefe antwortet, gilt dies in gleicher Weise auch für die Parteivorsitzende. Auch wenn für Ihre fachlichen Fragen und Anregungen die Experten des Bundesverkehrsministeriums zuständig sind, will ich gerne einige grundsätzliche Anmerkungen machen.” Der Offene Brief mehrerer Mediziner ist nicht eine irgendwie geartete Meinungsäußerung oder Verlautbarung zu Befindlichkeiten irgendwelcher Leute. Der Offene Brief mehrerer Mediziner ist ein dringender Appell aus medizinischen Gründen. Insofern ist es durchaus angemessen – für eine Bundeskanzlerin wie für eine Parteivorsitzende – sich hierzu sowohl öffentlich zu äußern als auch auf den Weg zu machen, um eine Entscheidung auf den Weg zu bringen, die diese erkennbare medizinische Notlage schnell beendet.

„Lärm gehört inzwischen zu den wichtigsten Umweltproblemen in unserem dicht besiedelten Land. Das Hauptproblem ist der Verkehrslärm – und in der Umgebung der großen Flughäfen vor allem der Fluglärm.” Dieser Umstand ist unzähligen Menschen bekannt, wie Sie sich denken können.

“Mit dem neuen Fluglärmgesetz schützen wir deshalb die Menschen besser und wahren gleichzeitig die Rolle der Flughäfen als wichtigen Wirtschaftsfaktor.”
Dies trifft nicht zu. Das neue Fluglärmgesetz ist verfassungswidrig. Außerdem sind durch ein Gesetz nicht private Unternehmen zu schützen, sondern die Gesundheit und das Vermögen von Privatleuten, übrigens auch von jenen Angestellten, die von der Luftfahrtindustrie ihr (nicht immer sehr hohes) Gehalt beziehen.

„Mit dem Gesetz zur Verbesserung des Schutzes vor Fluglärm in der Umgebung von Flugplätzen haben wir die Lärmgrenzwerte für Flugplätze im Vergleich zu den Werten des alten Gesetzes von 1971 deutlich abgesenkt. Sie liegen jetzt wesentlich unter den Orientierungswerten für den Schallschutz anderer Verkehrsträger. Die bislang vorgeschriebene Lärmschutzzone wurde auf zwei Tag- und eine Nachtschutzzone ausgeweitet.” An den verheerenden Auswirkungen im Alltag sieht jeder Laie, daß dieses Gesetz unbrauchbar ist und lediglich dafür geschaffen wurde, der unnötigerweise hochsubventionierten Luftfahrtindustrie weitere Vorteile zu verschaffen – stets auf Kosten der Steuerzahler.

„Weiter wurde eine Außenwohnbereichsentschädigung für Anwohner von Flugplätzen neu eingeführt.” Die sogenannte Außenwohnbereichsentschädigung ist eine Farce und eine Frechheit zugleich. Für einen geringen vierstelligen Bereich will man auf Lebenszeit die Vernichtung der Nutzbarkeit von Gärten, die der Erholung zu dienen haben, abgelten. Kinderspielplätze und Außenbereiche von Kindergärten und Schulen sind nicht mehr nutzbar. Diese Kinder wachsen zu mündigen Erwachsenen heran, die sich in der nach dem jetzigen Politikwechsel folgenden Politik tatsächlich für die Bürger engagieren werden.

„Es erfolgte zudem eine Verschärfung des Berechnungsverfahrens der Lärmbelastung. Das neue Fluglärmgesetz berücksichtigt zudem die Schallschutzwerte, die sich in der Gerichtspraxis der vergangenen Jahre im Rahmen von luftrechtlichen Zulassungsverfahren durchgesetzt haben. Die Vorgaben wurden mit der zweiten Verordnung zur Durchführung des novellierten Fluglärmgesetzes weiter konkretisiert.” Auch hier nichts als Augenwischerei. Wer theoretisch ermittelte Mittelwerte mischt und massive Einzelschallereignisse, die im Minutentakt stattfinden, aufs Jahr oder aufs Jahrzehnt hoch- und umrechnet, handelt unredlich.

„Es versteht sich, dass im Sinne der Bürger gehandelt werden muss.” Das verstehen die Bürger. Auch Politiker sollten dies umreißen können. Doch die CDU handelt gegen die Bürger, betrügt diese z.B. mit einer Flughafenerweiterung, die noch vor einigen Jahren schriftlich ausgeschlossen worden war. Durch die Politik.

„So hat sich die CDU-Vorsitzende, Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, dafür ausgesprochen, dass die Möglichkeiten ausgeschöpft werden sollten, um Flugrouten zu erreichen, deren Verläufe sich grundsätzlich nicht über dichtbesiedeltem Gebiet erstrecken.” Frau Dr. Merkel mag sich dafür ausgesprochen haben, doch es hat ausgesprochen wenig genützt bzw. nichts, wie Sie selbst schreiben.

„Allerdings kann die Politik keine Routen verordnen. Das kann nur im Rahmen des vorgegebenen Verfahrens erfolgen. Dass Deutschland einen wettbewerbsfähigen internationalen Flughafen braucht, der den Anforderungen der Zukunft gerecht wird, dürfte unbestreitbar sein.” Der Flughafen Frankfurt ist nicht Deutschlands Flughafen, auch wenn Herr Dr. Schulte dies gerne behaupten läßt. Für ihre gezielten Desinformationen hat die FRAPORT AG übrigens ausgerechnet jene PR-Agentur angeheuert, die inzwischen für die ukrainische Regierung arbeitet. Pikant. Frau Dr. Merkel wird dann wohl auch bei einem Boykott in die Ukraine fahren müssen, denn sonst fällt sie Burson-Marsteller in den Rücken bzw. deren Auftraggeber FRAPORT. Außerdem war der Frankfurter Flughafen bereits vor dem Bau der Nordwest-Landebahn wettbewerbsfähig. Und international erreichbar. Das Märchen vom angeblich notwendigen Weiterwachsen bis hin zu einem globalen „Hub”, also einem weltweiten Umsteigeflughafen, wird gerne auch von Politikern kolportiert.

„Gleichzeitig müssen aber auch die Belastungen der Bevölkerung im Umfeld des Flughafens so gering wie möglich gehalten werden. Dafür werden wir uns auch weiterhin einsetzen.” Dies ist zu begrüßen, und so werden Sie aufgefordert, Ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen. Als erstes muß sich die CDU dafür einsetzen, daß die fehlgeplante und von Roland Koch gewinnbringend an Bilfinger und Berger vermittelte Nordwest-Landebahn umgehend geschlossen wird. Danach ist ein Gesetz zu verabschieden, das den Regelüberflug dichtbesiedelter Wohngebiete verbietet.

„So plant das Bundesverkehrsministerium eine umfassende Senkung des Verkehrslärms und will dazu die Grenzwerte für Autos, Bahnen und Flugzeuge senken.”
Das Ministerium macht mit einer solchen Ankündigung erneut Lärm um nichts. Das bisherige Verhalten des Ministeriums illustriert deutlich, daß das Ministerium mit solchen Aufgaben nicht umzugehen versteht.

„Unser Ziel ist es, bis 2020 den Fluglärm um 20 Prozent zu reduzieren.” Bis zum Jahr 2020 würden viele Menschen gestorben sein, die sofort Hilfe brauchen. Bis zum Jahr 2020 würden viele Schulkinder viele schlechte Noten geschrieben und schlechte Berufsaussichten haben, weil ihre Schulen einem unerträglichen, gesundheitsschädigenden Lärm ausgesetzt wären. Bis zum Jahr 2020 würden ungezählte Menschen wegen des Fluglärms u.a. an Depressionen sowie Herz- und Kreislauferkrankungen leiden, arbeitslos werden. Dies würde auch immense Kosten für das Gesundheitswesen bedeuten. Die Terminierung auf das Jahr 2020 basiert somit entweder auf sträflicher Unbedarftheit oder auf purem Zynismus. Außerdem wären 80 Prozent von 100 Prozent zu viel Lärm über Wohngebieten immer noch 80 Prozent zu viel Lärm.

„Wir wollen vor allem den Lärm direkt an der Quelle reduzieren und nicht erst nachträglich Maßnahmen ergreifen.” Jeder weiß, daß man keine Flugzeuge bauen kann, die so leise sind, daß man damit gefahrlos im Dauereinsatz Wohngebiete überfliegen könnte.

„Zu Ihrer Information verweise ich Sie abschließend auf die Rede von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel zur Inbetriebnahme der Flughafen-Landebahn Nordwest am 21. Oktober 2011 in Frankfurt am Main.”

Zu Ihrer und der Information weiterer Mitglieder Ihrer Partei weise ich Sie auf dieses Video hin. Es zeigt beispielhaft, wie wahre Demokratie funktioniert, wie man Widerstand gegen staatliche Willkür organisiert. Und es liefert den Beweis dafür, daß das CDU-Machtsystem endgütig ausgedient hat. Erkennbar wird dies zunächst an der Abwahl des Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier sein, der bewiesen hat, wie Demokratie nicht funktioniert.

Welche Partei auch immer nach Frau Dr. Merkel den Bundeskanzler stellt, sie wird sich am Wissen und Denken messen lassen müssen.

Demnächst bei den Schultes vor dem Haus. Und bei den Kochs, den Bouffiers, Frau Roth … Fluglärm-Live-Übertragung aus den Überflugszonen

Samstag, den 21. März um 5:34 Uhr

„Genug Lärm für alle” (FNP): Schluß mit den Lügen vom „halb so wild” in Überflugszonen wie Flörsheim, Sachsenhausen, Oberrad, Niederrad, Hochheim. Schluß mit dem Versuch, ganze Regionen den Größenphantasien der FRAPORT zu opfern.

Demnächst steht vor dem Wohnhaus der Schultes immer wieder mal ein Lautsprecherwagen, über den abwechselnd live der Fluglärm aus Flörsheim, Sachsenhausen, aus Niederrad, Offenbach usw. mit exakt derselben Lautstärke in die Wohnstraßen der Verantwortlichen gebracht wird, wie er momentan in den jeweils überflogenen Wohngebieten zu ertragen ist. Technisch gesehen ist das äußerst einfach. Und es ist äußerst wirkungsvoll. Dasselbe wird vor dem Haus der Kochs passieren. Und bei Frau Roth. Und bei Familie Franz. Und beim Noch-Landesvater Bouffier. Zunächst am Tag, weil man die armen Nachbarn nicht sofort mit einer 5:30-Uhr-Aktion schockieren will. Nach dem Verursacherprinzip geben wir den Lärm zurück.

Ziele der Lärminformation:
Erstes Ziel ist die öffentliche, gesellschaftliche und politische Diskussion der Frage, ob es u.a. mit rechtsstaatlichen, ethischen, zivilisatorischen, personenschutzrechtlichen und volkswirtschaftlichen Grundsätzen vereinbar ist, Säuglinge, Kinder, jüngere Erwachsene und Rentner, die keinen Sonderstatus wie Politiker oder Unternehmensführer genießen, 18 Stunden täglich im Minutentakt massiven Einzelschallereignissen auszusetzen und darüber hinaus einer noch nicht korrekt ermittelten Menge und Zusammensetzung von Giftstoffen aus Flugzeugabgasen. Zweites Ziel: Es soll öffentlich diskutiert werden, inwieweit es mit dem öffentlichen Interesse und den Prinzipien der Volkswirtschaft vereinbar ist, daß die Luftfahrtbranche von den Steuerzahlern jährlich im zweistelligen Milliardenbereich subventioniert und parallel politisch dabei unterstützt wird, die Bevölkerung gesundheitlich und wirtschaftlich massiv durch Flughafenerweiterungen und Erhöhungen der Anzahl der Flugbewegungen zu schädigen. Drittes Ziel. Nach Erörterung und weiser Beantwortung der offenen Fragen stehen die Schließung der Nordwest-Landebahn sowie die öffentliche und politische Diskussion über ein kurzfristig zu verabschiedendes Gesetz zum Schutz der Bevölkerung vor dem Regelüberflug von Wohngebieten an.

Mit ihrem Propaganda-Lärm-Info-Mobil will die FRAPORT AG, „Europas Arbeitgeber Nr. 1″, den nicht betroffenen Leuten in Frankfurt offenbar weismachen, es sei gar nicht laut bei uns. Damit versucht man Bürger gegen Bürger auszuspielen. Keine gute Idee. Denn die Realität kommt in jedem Fall ans Licht bzw. ans Ohr: Mit einem Lautsprecher wird den Lärmverantwortlichen demonstriert werden, daß es eben doch laut ist. Und wie laut es ist.

Kaum etwas ist so wirkungsvoll handlungsfähig wie eine engagierte Nachbarschaft. Hier wie dort.

Es werden Informationsblätter an die Nachbarn der Schultes, der Kochs, der Bouffiers usw. ausgegeben, mit denen die Anwohner so sachlich wie umfassend darüber aufgeklärt werden, welches Unheil ihre Nachbarn anrichten, wie sie mit ihren Geldvermehrungspraktiken nicht weit von ihren Refugien viele Säuglinge, Kinder, Berufstätige und Rentner permanent um ihren medizinisch notwendigen Schlaf und um ihre Ruhe am Tag bringen und sich selbst wie selbstverständlich aus der Affaire ziehen. Der Zustand wird nicht mehr lange anhalten, daß ein großer Teil der Rhein-Main-Bevölkerung zur Randgruppe abgestempelt wird, „die für den Fortschritt Opfer zu bringen hat”.

Auch portable Lautsprecher sind eine Errungenschaft unserer modernen Zeit. Und E-Mails. Und Mobiltelefone, mit denen freie Journalisten jederzeit erreichbar sind.

Montag, 5:07 Uhr: Die angesprochenen Nachbarn (bis auf zwei desinteressierte) in den am Sonntag mit Handzetteln umfassend versorgten Wohnvierteln von Petra Roth und Roland Koch haben übrigens volles Verständnis. „Machen Sie nur! Richtig so!”

PDF des Informationsblattes, das ab dem 21.02.2012 in den Wohngegenden der Fluglärmverantwortlichen verteilt wird.

Informationsblatt für die Nachbarn der Fluglärmverursacher

Stammtisch und Stammwähler (CDU)

Es soll immer noch Leute geben, die vom Fraport-Desaster nichts wissen wollen. Die sich darauf beschränken, Parolen nachzusprechen. Die nicht verstehen, wofür die Ausbaugegner eintreten.

Der Stammtisch berauscht sich an solidem Halb- und Nichtwissen und am Weitersagen politisch vorgekauter Lügengeschichten, z.B. daß grenzenloses Wachstum auf Dauer günstig sei. Wer hingegen keine Angst vor der Differenziertheit hat, informiert sich selbst und bildet sich seine Meinung durch das Erwerben eigenen Wissens.

Am Stammtisch weiß man freilich auch: Minderheiten haben Boris Rhein 25. März vernichtend nicht gewählt. Und Minderheiten werden es gewesen sein, die Volker Bouffier bei den Landtagswahlen 2013 in Rente schicken und mit ihm die CDU auch über Hessen hinaus. Tankstellenseilschaften, Ignoranz und Arroganz haben als politische Programme ausgedient.

Wer durch massiven Lärm gleich welcher Art geschädigt wird, der leide nicht stumm, sondern melde sich zu Wort. Wege gibt es genug. Wer keine Ahnung von Lärm hat, der höre sich den Lärm an, und zwar ausreichend lang. Erst dann kann mitgeredet werden.

Wer montags zur Demo in den Frankfurter Flughafen kommt, trägt dazu bei, daß in den Noch-Überfluggebieten bald wieder gut geschlafen und gelebt werden kann.

Wer in allem unbedingt ein Ahnungsloser bleiben möchte, wird vielleicht vor den Fakten der Medizin Respekt haben. Für alle, die heute in Kliniken liegen und für alle, die künftig zu einer Behandlung in ein Krankenhaus müssen – u.a. wegen krankmachender Flugzeugemissionen, haben Ärzte einen Brief an die Bundeskanzlerin geschrieben. Dieser Brief kann hier als PDF nachgelesen werden.

Frau Dr. Merkel zieht es vor, diesen Brief zu ignorieren und keine Konsequenzen zu ziehen.

Zurück zum Stammtisch. Vom Stammtisch kommen die Stammwähler. Ein Prosit – ein Prosit auf die geistige Gemütlichkeit. Die Ernüchterten sind längst entschieden, und es werden immer mehr.

Die von der Tankstelle – demnächst auf der Abreise

Die Tankstellen-Connection. Der Prototyp des politischen Auslaufmodells:
DIE WELT
DER SPIEGEL
Neue Rheinische Zeitung
Märkische Allgemeine
Nürnberger Nachrichten
Sächsische Zeitung
Boris Rhein wurde von einer Minderheit nicht zum OB von Frankfurt gewählt. Und eine Minderheit wird spätestens 2013 in Wiesbaden und darüber hinaus für einen Politikwechsel sorgen.

Am 1. Oktober 2012 wird der Betrieb der Nordwest-Bahn eingestellt.

Steilvorlage vor dem Anpfiff der letzten CDU-Spiele

Der Ausbau des Frankfurter Flughafens ist unethisch und außerdem rechtlich nicht vertretbar, da die Bevölkerung arglistig getäuscht wurde. Im Planfeststellungsbeschluß zum Bau der Startbahn West hatte die damalige Landesregierung schriftlich zugesagt, es werde keinen weiteren Ausbau geben. Roland Koch war diese Zusage gleichgültig. Er trieb den Ausbau massiv voran und wurde vom Landebahnbetonierer Bilfinger und Berger mit offenen Armen empfangen, als er dort in den Aufsichtsratsvorsitz wechselte. Der Anfangsverdacht der Vorteilsnahme dürfte bereits durch die Inaussichtstellung bzw. Zusage geldwerter oder anderer Leistungen während einer Amtszeit für die Zeit nach der Amtszeit begründet sein. Man wird bald mehr wissen.

Zahlreiche Ärzte warnen vor den unabsehbaren gesundheitlichen Folgen durch die Flugzeugemissionen für ganze Regionen. Betroffen sind auch jene Menschen, die momentan keinen Flugzeuglärm hören. Auch in Berlin, wo bald der neue Flughafen seinen Betrieb aufnehmen wird. Doch die Politik stellt sich – auch ganz oben in Berlin – blind und taub. So kann man ein Land nicht regieren. Wir brauchen einen Politikwechsel, der sich nicht nur auf die Namen von Parteien oder Personen bezieht.

Seit 1998 haben Frau Dr. Ursula Fechter, Frau Gabi Partmann, Herr Achim Fey und Herr Dr. Burkhart Reiche sowie viele weitere Mitstreiter – unter ihnen die Herren Reinhold Krug, Hans Partmann, Prof. Ernst Scheuermann, Adolf Herrlein und Wolfgang Müllergroß, mit unendlich viel Ausdauer und Fleiß eine Steilvorlage vorbereitet. Diese Steilvorlage wird jetzt verwandelt.

Im Mittelfeld und vorne spielen jene, die das Desaster mit dem Flughafenausbau von Anfang an ahnten. Aufs Spielfeld drängt dazu eine täglich wachsende, aufwachende Menschenmenge.

Es steht keiner mehr im Tor. Alle haben sich versteckt. Hinter Alarmanlagen und der Kurzwahl zur Kriminalpolizei.

Und das Beste an diesem Spiel: Sportlich nehmen es nur die Ausbaugegner. Diese bleiben immer offen und gelassen. Keine Fouls. Alles öffentlich und legal. Die Schließung der Nordwest-Bahn. Die Abwahl von Volker Bouffier und seinen Leuten. Der Politikwechsel in Hessen und darüber hinaus. Spätestens im nächsten Jahr.

Allein jenen, die seit 1998 Öffentlichkeitsarbeit für den Erhalt unserer Region und gegen den unrechtmäßigen Flughafenausbau leisten, die sich privat engagieren, Material sammeln, Flugblätter verteilen und sich für ihre und unsere Grundrechte durch die Instanzen klagen, ist zu verdanken, daß wir heute kurz vor der Schließung der Nordwest-Landebahn und dem Ende der CDU-Mißwirtschaft stehen.

Hier einige der Dokumente aus der Zeit seit 1998:










Vom Winde verdreht. Ein Ventilator als Geschenk zur Einsicht.

Der Wind hat sich längst gedreht. Die Desaster-Verantwortlichen haben es vielleicht noch nicht bemerkt.

Ein billiger Tischventilator für die Bundeskanzlerin, einer für Petra Roth, einer für Stefan Schulte, einer für Volker Bouffier, einer für Roland Koch. Damit die Verursacher des Überflugdesasters sehen, woher der Wind weht, wenn es um blinde Geschäftemacherei auf dem Rücken der Bevölkerung geht.

Der billige Ventilator ist eine von vielen symbolischen Antworten auf das unbillige Verhalten der FRAPORT und ihrer Sprecher in der Regierung. Die FRAPORT meint momentan, man solle auch im Sommer nachts die Schlafzimmerfenster geschlossen halten, weil es wegen der Flugzeuge sonst zu laut ist. Für die Frischluftzufuhr soll ein Gebläse sorgen. Bezuschußt von der FRAPORT mit einmalig 380 Euro. Für den Rest des Lebens. Fenster zu. Klappe zu.

Es sollte eigentlich nicht bei einem einzigen billigen Ventilator pro Person bleiben. Interessant wäre es, eine möglichst große Anzahl von billigen Ventilatoren ans Bundeskanzleramt zu senden und zum Hessischen Landtag zu bringen. Als nützliche Geschenke. Nützlich für die Erkenntnis, daß man so mit Menschen nicht umgehen kann.

Werden alle Ventilatoren auf einmal eingeschaltet, erinnert das Propellergeräusch z.B. an 1973, als die damalige Hessische Landeregierung schriftlich versichert hatte, es werde keinen weiteren Flughafenausbau geben. Das Propellergeräusch kann auch zur Rückbesinnung auf jene Zeiten dienen, in denen es z.B. noch keine überflüssige Vielfliegerei innerhalb Deutschlands gab.

Die Ventilatoren stehen und drehen für die Erkenntnis bei den Verantwortlichen, daß jetzt erst richtig Bewegung in die Gegenbewegung zur unethischen Flughafenerweiterung kommt. Nicht ohne Grund heißt z.B. eine der Internetseiten gegenwind2011.de

Die Presse könnte dokumentieren, wenn man sich mit den an Berlin adressierten Päckchen bei der Post trifft. Nach dem Grundsatz: „Wir geben es hiermit auf, aufzugeben. Die Nordwest-Bahn wird geschlossen.“ Es geht aber auch einfacher.

Noch einfacher ist es, wenn man sich in Wiesbaden vor dem Landtag trifft. Jeder mit einem symbolischen Ventilator unterm Arm. Vorher müßte man nur eben mal nachfragen, ob die gemeinsame Übergabe von Geschenken an den Ministerpräsidenten als Demonstration angemeldet werden muß.

Tischventilatoren gibt es bereits an 13 EUR. Schön müssen sie ja nicht sein, nur wirksam. Sie sollen die Wahngedanken sichtbar machen, die mit dem Flughafenausbau einhergehen. Den Termin für Wiesbaden machen wir in Ruhe aus. Eilt ja nicht. Wir haben Zeit.

Vielleicht ist dies eine grotesk wirkende Aktion. Mit Sicherheit ist sie lange nicht so grotesk wie das Agieren der FRAPORT.

Diese Adressen sind öffentlich verfügbar. Bei den anderen muß man sich nur durchfragen. Die Nachbarn sind nett und helfen einem gern!

Bundeskanzleramt
Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel
Willy-Brandt-Straße 1
10557 Berlin

Volker Bouffier
Hessischer Ministerpräsident
Schloßplatz 1
65183 Wiesbaden

Einen Vogel haben = einen Schlag haben

Wer einen Vogel hat, der hat auch einen Schlag.

Und was ist mit denen, die viele Vögel haben? Direkt neben meinen Lieblings-Badesee haben sie die Nordwest-Landebahn hinbetoniert. Ich habe es damals vom Wasser aus gesehen, als die Bagger von Kochs Bilfinger & Berger die Wunden in den Wald rissen. Vögel, z.B. Enten, Reiher und Schwäne, leben natürlicherweise am Wasser. Um dies festzustellen, braucht man nicht Ornithologie (für die Verantwortlichen: Vogelkunde) zu studieren. Eine Ortsbegehung am See hätte damals gereicht, als sich Koch und Co. verplanten.

Schon wieder Vogelschlag: Am 23.04.2012, während im Terminal 1 für den Ausbaustopp demonstriert wurde, ließen gleich daneben an der Nordwest-Bahn erneut Vögel ihr Leben. Gegen 18:52 Uhr gab es bei einem aus Muskat ankommenden Airbus A330 der Oman-Air einen so schweren Vogelschlag, daß die Maschine beschädigt wurde und nicht weiterfliegen konnte.

Nun könnte man argumentieren, Flugzeuge kann man reparieren, und wozu uns Fauna und Flora, schließlich muß FRA wachsen, damit die Weltwirtschaft überlebt. Doch die Reisenden, die nichtsahnend in einem Flugzeug sitzen, das von der Deutschen Flugsicherung auf diese vogelnahe Landebahn gelotst wird, haben ein Recht darauf, die Wahrheit über ihren Landeplatz zu erfahren.

Die nächsten Schritte auf dem Weg zur Schließung der Bahn sind viele warnende E-Mails an die Luftfahrtbehörden aller Länder und an alle Airlines weltweit. In diesen E-Mails befinden sich einige von der Seeseite aufgenommene Bilder – eines sehen Sie weiter unten – und der Hinweis, daß die FRA-North-West von Einheimischen in „Bird Barbecue” umbenannt wurde. Sogar die FRAPORT selbst hat die planerische Meisterleistung dokumentiert. Der See ist auf dem Bild links direkt an der Landebahn.

Zu einer der nächsten Montagsdemonstrationen könnte man Vogelkäfige mitnehmen: um zu demonstrieren, daß man automatisch einen Schlag hat, wenn man viele Vögel hat und trotzdem landet.

Wie sich Vogelschlag auswirken kann, ist hier zu sehen.

Landewahn.de Vogelschlag in FRA. Birdstrike

Mediationsnacht = Meditationsnacht

Heute bekamen wir schon um 4:58 Uhr die erste Nachhilfe in gelebter, wahrer Demokratie. Nachhilfe im Aufstehen, nicht nur aus den Betten.

Die Damen und Herren scheinen eines nicht zu verstehen. Das alte Spiel um Milliarden und Macht ist längst verloren. Man kann Menschen nicht zubetonieren. Man kann eine Bewegung nicht wegignorieren. Man kann Säuglinge, Kinder und Erwachsene nicht mit Lärm quälen, zumüllen und sich dabei bereichern. Man kann in einer Demokratie die Grundrechte der Menschen nicht dauerhaft mit Füßen treten. Das ist lupenreiner Verfassungshochverrat. So etwas geht heute übrigens nicht einmal mehr in einer Diktatur.

Das Ende der dumpfen und verklemmten Macht kommt u.a. daher, daß wir heute Kommunikationsmittel haben, die schnell sind. Schneller als Beton denken kann. Angestrengt wirkende, großflächige Diktatoren-PR-Agentur-Bemühungen nützen nichts mehr.

Es bringt auch nichts, im Angstfall die Kriminalpolizei vorzuschicken und damit zu beauftragen, eine E-Mail schreiben zu lassen und auf Rückfrage hektisch zurückzurudern und so tun zu lassen, als hätte es bei einem „persönlichen Gespräch zu geplanten Veranstaltungen” um das Einhalten von Straßenverkehrsordnungs-Paragraphen oder den Polizeischutz vor den möglicherweise „aggressiven und handgreiflichen” Nachbarn der Schultes, Kochs und Roths gehen sollen. Diese Nachbarn sind übrigens anständige Menschen, die eine kleine Lärmeinspielung durchaus befürworten. Weiß man inzwischen aus vielen persönlichen Gesprächen auf der Straße.

Es ist unanständig, auch noch die Kriminalpolizei in die politischen Schmierenspiele hineinzuziehen. Bei der Kriminalpolizei gibt es, auch in der Korruptionsbekämpfung, wichtige Aufgaben, und die Politik tut gut daran, die Polizei besser zu behandeln. Boris Rhein muß nicht in Autos mit viel zu schmalen Sportsitzen seinen Dienst schieben, entscheidet aber, daß „seine” Beamten damit kein Problem haben. Man weiß, wie man Rücktrittsdementis zu lesen hat. Es sind vorgezogene Bestätigungen.

Wir sind die Öffentlichkeit. Wir sind schneller. Wir sind vernetzt. Wir sind mehr. Und wir sind überall bundesweit.

Warum die Mediationsnacht gleichzeitig eine Meditationsnacht ist? Weil Bosse, Politiker wie Ex-Politiker bei zehntausenden von Menschen immer mehr Malus-Meilen sammeln. Für die Nicht-Lateiner unter den Verantwortlichen: „Bonus” = positiv (positiv, wenn das nicht gerade mit der Lufthansa zu tun hat). „Malus” = negativ, kommt also nicht gut an.

Heute ging es schon um 4:58 Uhr los. Man kann irgendwie verstehen, daß man die Nordwest-Landebahn noch eifrig nutzen will, bevor sie begraben wird. Irgendwie aber auch nicht.

Nicht verstehen werden es Leute wie Bouffier und andere Bosse, warum sie bald fliegen werden. Darüber können sie dann für den Rest ihres Lebens meditieren. Deshalb ist die Mediationsnacht gleichzeitig eine Meditationsnacht. Über die Posse der Bosse.

Staatsanwälte und Verfassungsschützer der Bundesrepublik Täuschland

Da alle Macht vom Volke ausgehen soll, ist das Volk der Staat. So steht es nicht nur in der Verfassung, sondern auch in den jüngeren Geschichtsbüchern. Wenn wir der Staat sind, dann sind wir auch Staatsanwälte. Und da es um die Verfassung unserer Gesundheit und unserer Lebensräume geht, sind wir auch Verfassungsschützer.

In der Bundesrepublik Täuschland steht schon lange vieles auf dem Kopf. Die Lüge ist offizielle Lesart. Das Prinzip von Ursache und Wirkung wird verdreht. Begriffe wie Hol- und Bringschuld werden verwechselt. Die Verabredung gegen das Volk ist zum politisch betriebenen Sport geworden, zu dem man sich mit Vertretern der Wirtschaft trifft.

Bleiben wir bei dem Gedanken, daß wir, die vom Fluglärm und anderer staatlicher Willkür Geschädigten, die eigentlichen Staatsanwälte sind. Wenn wir Anklage erheben, können zu den Anklagepunkten zählen: bandenmäßiger und gewerbsmäßiger Betrug, Anstiftung zu Straftaten wie Körperverletzung und Sachbeschädigung sowie unterlassene Hilfeleistung. Gewerbsmäßiger Betrug, weil die Bevölkerung belogen und falsch informiert wird und weil man die Bürger – abhängig von der Lärmschädigung ihrer Wohngegenden – gegeneinander ausspielt. Alles, damit sich Teile der Industrie bereichern können. Zur Körperverletzung durch Schlafentzug, Ruhestörung und Schadstoffe aus der Luft befrage man Ärzte. Über die Sachbeschädigung geben Immobiliensachverständige Auskunft. Und der unterlassenen Hilfeleistung machen sich alle schuldig, die sich in verantwortlicher Position wegducken. Der Fisch stinkt vom Kopf, von Berlin her.

Bliebe noch das Strafmaß. Die Höchststrafe wäre es, die Fluglärm-Verantwortlichen in die vom Fluglärm betroffenen Gebiete zwangsumzusiedeln, ihnen alle Bezüge zu streichen und von ihnen zu verlangen, hier ihr eigenes Geld mit selbständigem Arbeiten im Büro oder mit Gemüseanbau zu verdienen. Aber in der Bundesrepublik Täuschland bliebe alles, wie es ist: auf den Kopf gestellt. Die Verurteilten würden Strafverschonung und dazu einen steuerlich finanzierten Sonderbonus für die ganze Aufregung erhalten. In Berlin. In Nieder-Erlenbach. In Frankfurt. In Eschborn. In Bad Homburg. Und in Kelsterbach.

Oder kommt vielleicht doch bald alles ganz anders? Was ist, wenn sie nicht uns, sondern sich selbst getäuscht haben?

David heute. Gegen Goliath von gestern.

Der heutige David steht einem hohlen Goliath gegenüber, einem Goliath, der wie eine Pappmaché-Karnevalsfigur aus mehreren Puppen zusammengepappt ist: aus dem Chefbetonierer mit seinen prall gefüllten Hamsterbacken und Hamstertaschen, dem dauerhaft maliziös grinsenden „Landesvater“, dem FRA-Vorstands-Planer mit seiner bemüht eiskalten Miene, hinter der pure Ratlosigkeit steckt, den Fluggesellschafts-Chefs, die Diktatoren-PR entwickeln lassen. Eine hilflose, kleine Combo, wohin wir sehen. Vereint in einem lächerlichen Goliath.

Der heutige David ist tausendfach gegenwärtig: auf den Montagsdemos in Frankfurt und Berlin, demnächst vor dem Bundesverfassungsgericht, beim Lesen der Zeitungen, im Gespräch mit Nachbarn und mit aufwachenden Freunden aus anderen Stadtteilen, beim Verteilen von Flugblättern, bei der Beauftragung entlarvender Studien, beim Demaskieren, beim Aufdecken von Lügen, mit einem klaren Ziel und dem festen Vertrauen darauf, daß er sein Ziel erreichen wird. Mit Beharrlichkeit und Gelassenheit trifft er beim hohlen Goliath zwischen die Augen. Tag für Tag, bis dieser fällt.

Die Nordwest-Bahn wird geschlossen. Wir arbeiten geschlossen für eine dauerhafte Reduktion der Flugbewegungen und eine deutliche Steigerung der Lebensqualität für alle. Auch für jene, die sich momentan weder unter dem Lärm noch unter den Schadstoffen etwas vorstellen können, weil sie weit genug davon entfernt ihre Wohnungen und Häuser haben. Alle werden erreicht: von den Emissionen, aber auch von uns, die wir bestens organisiert sind und immer mehr werden.

Wo der Flughafenausbau vor allem Beschäftigung verursachen würde

In psychiatrischen und neurologischen Praxen, in Krankenhäusern, Pflegeheimen und bei Totengräbern würde der weitere Flughafenausbau langfristig für Arbeit sorgen, denn die Opfer des Ausbauwahns müßten „entsorgt” werden. Alles andere ist eine infame Lüge.

Die Nordwest-Landebahn wird geschlossen. Der menschenverachtend operierenden FRAPORT AG werden jetzt die Zügel angelegt – mit der Kraft der ständig wachsenden Bürgerinitiativen, weil die Politik permanent versagt.

Jet-Mails

Rein hypothetisch: Angenommen, alle Menschen, die in der Rhein-Main-Region von Fluglärm und -dreck betroffen sind, würden allen, die für die bizarren Politikmanöver und die menschenverachtenden Geschäftspraktiken der FRAPORT AG verantwortlich und mitverantwortlich sind, bei jedem Flugzeug, das im Tiefflug über die Wohngebiete donnert und heult, als Mahnmal eine E-Mail senden, was würde sich für die Verantwortlichen ändern? Würden diese nachvollziehen können, was es heißt, alle 50 bis 60 Sekunden aufgeschreckt, gestört und nervlich fertiggemacht zu werden?

Jeder Jet eine Mail. Für jedes Flugzeug, das Menschen schadet, eine E-Mail an die Verantwortlichen. Aus der gesamten Region. Mit der berechtigten Aufforderung: „Hören Sie damit auf!” So etwas wäre in den Postfächern sichtbar. Aber ob man den gesamten Schaden, der von den Flugzeugen kommt, wirklich wahrnehmen und nachvollziehen könnte? Ob das wirklich auf alle Sinne und Nerven ginge? Es wäre abzuwarten – für den Fall, man würde dies tun. Spontan und immer wieder. Unermüdlich, obwohl man zum Umfallen müde ist.

Hinweis an die Rechtsabteilungen bei der FRAPORT AG, der Deutschen Flugsicherung sowie Behörden und Regierungsstellen: Je eher Sie strafbewehrte Unterlassungserklärungen an Bürger versenden, die inzwischen vermehrt auch per E-Mail für ihre Grundrechte demonstrieren und dafür arbeiten, das Landebahndesaster zu beenden, desto schneller machen Sie die Medien darauf aufmerksam, daß Politik und Luftfahrtindustrie auf dem falschen Weg sind. Was auch immer Sie unternehmen, es wird die Debatte befeuern, in der es um die baldige Schließung der Nordwest-Landebahn geht.

21.04.2012: Die Deutsche Flugsicherung ist aktuell dabei, ihre elektronischen Verbindungen zur Außenwelt zu kappen. Immer mehr E-Mail-Adressen werden blockiert. Eine unkonventionelle Art, sich der Realität zu verschließen. Dann werden die jetzt wohl wieder auf die Briefpost angewiesen sein.

Krank, wenn es kritisch wird

Die Fachhochschule Mainz hat sich am 17. April 2012 als Podium für eine FRAPORT-PR-Veranstaltung hergegeben.
Erwartungsgemäß wurde dort nichts außer „technokratischem Geschwafel“ und „pseudo-wissenschaftlicher Demagogie“ geboten.

Überraschend hatte sich der im Programm angekündigte Hauptredner krankheitsbedingt entschuldigen lassen.
Gute Besserung an den verhinderten Hauptredner. Gute Besserung auch für dessen Umgang mit anderen Menschen.

Obwohl es mir wegen des von Herrn Dr. Schulte mitverantworteten permanenten und exzessiven Überflugs unseres Hauses, in dem auch mein Büro ist, gesundheitlich wirklich nicht gut geht, kommandiere ich keinen Stellvertreter für das Verfassen der bei mir in Auftrag gegebenen PR-Texte und Konzeptionen ab.
Ich melde mich nicht krank.
Ich melde mich immer wieder.

Ich vertraue vor allem darauf, daß dieses Desaster bald ein Ende hat.

Dafür. Nicht dagegen.

Für den Schutz der Gesundheit von Mensch und Natur.
Für einen maßvollen Umgang mit Ressourcen aller Art.
Für die Schließung der Nordwest-Bahn am Frankfurter Flughafen.
Für die Lobby-Kontrolle und die Verhinderung von Korruption.
Für die Abwahl von Volker Bouffier.
Für die Neubesetzung des Vorstands der FRAPORT AG.
Für einen Frankfurter Flughafen, der im Einklang mit und von Ethik, Ökologie und Ökonomie betrieben wird.

Für Vorschläge zu umweltfreundlicher Flugzeugtechnik.
Für eine neue Mobilitätsdiskussion, in der Nicht-Profiteure das Wort führen.
Für eine neue politische Kultur, in der es zum guten Ton gehört, weise zu handeln.

Heute um 18:00 Uhr im Flughafen. Werden Sie anwesend sein, Herr Dr. Schulte?

Rechtzeitig vor der Montagsdemonstration am 16. April 2012 – wie auch schon am 02. April – mit einer Ergänzung

Sehr geehrter Herr Dr. Schulte,

wenn Sie Mut haben, dann erscheinen Sie auf der heutigen Montagsdemonstration auf Ihrem Firmengelände und suchen den Kontakt zu den Menschen. Wenn Sie Mut haben, stellen Sie sich ans Mikrophon und erklären den Menschen, die um ihre Existenz kämpfen, daß Ihnen die Gegenwart und die Zukunft dieser Menschen nichts bedeutet, daß sie alle existentielle Opfer bringen oder von hier wegziehen müssen, damit Ihre Firma wachsen kann. Wenn Sie Mut haben, erklären Sie heute abend kleinen Kindern, daß es Ihnen egal ist, wenn diese auch in den Osterferien nicht ein- und ausschlafen und ohne Schädigung im Freien spielen dürfen. Wenn Sie Mut haben, zeigen Sie Ihr Gesicht und sehen Sie in die Gesichter jener, die von Ihnen permanent geschädigt werden. Wenn Sie Mut haben, gehen Sie zu den Menschen, die dort mit ihren Kindern, mit ihren Plakaten und mit ihrer Entschlossenheit für die Schließung der Landebahn demonstrieren. Wenn Sie Mut haben, erklären Sie diesen Menschen persönlich, daß Sie im Moment noch nicht die Absicht haben, Ihr Fehlverhalten einzugestehen und die Nord-Landebahn schließen zu lassen. Wenn Sie Mut haben, hören Sie sich an, was Ihnen Menschen, die hier leben, die Verantwortung tragen und hier seit dem 21.10.2011 weder effizient arbeiten können noch Erholung finden, zu Ihren Geschäftspraktiken sagen. Wenn Sie Mut haben, verstecken Sie sich nicht länger hinter Ihren PR-Leuten, Pressesprechern oder der Landesregierung. Die können es für Sie nicht richten.

Ergänzung am 16. April 2012: Sie werden auch heute wieder nicht erscheinen, weil Ihnen offensichtlich das fehlt, was Ihnen auch am Tag der Beendigung Ihrer FRAPORT-Dienstzeit fehlen wird: Aufrichtigkeit gegenüber anderen Menschen. Diese ist unverzichtbar für Geschäfte, die auf solidem Boden stehen. Wer bei seinen Geschäften trickst, fliegt auf. Und mit ihm alle, die mitgetrickst haben.

Unzufriedenheit mit Lufthansa

Die Lufthansa geht nicht gut mit ihren Kunden um. Sagen die Kunden. Und die müssen es wissen. Wen wundert’s. Man kann ein Unternehmen nicht gut führen, indem man z.B. „1 Mio. Extra-Tickets ab 99 Euro” anbietet, ohne diesem Reklametrick eine gescheite Gesamtrechnung und Gegenfinanzierung gegenüberzustellen. Wer unter seinen Kosten verkauft, kann keinen Gewinn erzielen. Und man kann nicht einen massenhaften Ansturm auf Billigst-Flugreisen provozieren, ohne daß jemand dafür bezahlen muß: unter anderem die vom Fluglärm und -dreck Betroffenen. Die Lufthansa wäre gut beraten, für ihre hohe Qualität, u.a. bei der Ausbildung ihrer Piloten, entsprechend hohe Preise durchzusetzen. Die hohe Qualität der Lufthansa ist jedoch nur wenigen bekannt, weil alles in diesem schwachsinnigen, von Politikern geduldeten Preiskampf auf Kosten der Sicherheit untergeht. Weniger Flüge zu höheren, zu realistischen Preisen. Das ist die richtige Strategie.

„Grüne Hauptstadt Europas.” Leider nicht Frankfurt – momentan.

Wenn in Kürze wieder der Titel „Grüne Hauptstadt Europas” verliehen wird, kann Frankfurt am Main diese Auszeichnung leider nicht annehmen, denn Frankfurt am Main wird aktuell von der Luftfahrtindustrie und der Noch-Landesregierung konsequent zur Luftraum-Müllkippe Deutschlands umfunktioniert. Hier geht es zur Internetseite der Kommission. Momentan ist Frankfurt in weiten Teilen „Dust City” oder „Noise Town”.

Es ist bedauerlich, wenn man es als Frankfurter, der seine Stadt liebt, ablehnen muß, daß die eigene Stadt ausgezeichnet wird. Angesichts der massiven Schädigung von Luft- und Lebensraum durch den exzessiven Überflug ist es momentan undenkbar, der Stadt Frankfurt den Titel „Grüne Hauptstadt Europas” zu verleihen. „Grüne Hauptstadt Europas” kann Frankfurt dann heißen, sobald die unsinnigerweise gebaute Nordwest-Landebahn geschlossen und das Terrain entweder renaturiert oder einem anderweitig sinnvollen Zweck zugeführt worden sein wird.

„Grüne Hauptstadt Europas” – Frankfurt ist im Finale, und es kommt anders, als sich dies die Verantwortlichen vorstellen. „Grüne Hauptstadt Europas” muß man sich verdienen. Grün wird Frankfurt mit einer Entscheidung, die einigen bald die Zornesröte ins Gesicht treiben wird. Man wird einsehen müssen, daß man sich verzockt hat. Die Natur läßt in solchen Fällen Gras über die Dinge wachsen. Schön grün.

Frankfurt kann aktuell nicht „Grüne Hauptstadt Europas" heißen

Frankfurt kann aktuell wegen der Luftfahrtindustrie leider nicht „Grüne Hauptstadt Europas" heißen